Der Mensch




Ein Foto kann mehr als nur die Realität eins zu eins abzubilden. Es kann hinter Fassaden blicken und Dinge sichtbar machen, die das menschliche Auge nicht erkennt.

Zwei Engel, Fotografie,
20 x 30 Zentimeter
Im Abendlicht, Fotografie, 40 x 60 Zentimeter
Zu Hause, Fotografie, 60 x 60 Zentimeter
Die Badenden, Fotografie, 20 x 30 Zentimeter
Verbunden 1, Aquarell und Fotografie auf Papier,
27 x 48 Zentimeter
Gemeinschaft, Fotografie, 60 x 60 Zentimeter

Fünf Personen kommen aus einem Haus und bilden eine Gruppe. Eine sechste Person, die sich der Gruppe anschließen möchte, wird ohne plausible Begründung abgewiesen. Das ist schon der gesamte Inhalt der kurzen Geschichte „Gemeinschaft“ von Franz Kafka. Allzu oft werde ich an diese Geschichte erinnert.

Jeder, der fällt, hat Flügel, 50 x 70 Zentimeter,
Foto-Druck und Acryl auf Leinwand

Der Titel „Jeder, der fällt, hat Flügel“ ist eine Zeile aus dem Gedicht „Das Spiel ist aus“ von Ingeborg Bachmann. Ich glaube gar nicht, dass Ingeborg Bachmann Recht damit hat. Es gibt auch Menschen, die ungebremst fallen und hart aufschlagen. Aber die Vorstellung, dass alle Fallenden Flügel haben, ist schön. Alle schwarzen Anteile des Bildes wurden fotografiert und auf die Leinwand gedruckt: abstrahierte Wolken, die fallende Person und das Gebäude unten. Der blaue Himmel und die Flügel wurden gemalt.

All the good people that traveled with you, 120 x 60 Zentimeter, Aquarell auf Papier


Wir ärgern uns oft über Menschen, die unser Leben schwer machen, und vergessen darüber, wie viele gute Menschen uns auf unserer Lebensreise begleiten. Das Bild „All the good people that traveled with you“ zeigt diese guten Menschen. Die Größe der Gruppe ist nicht begrenzt. Rechts und links des Bildausschnitts stehen weitere Personen – je nachdem, wie viele gute Menschen die Betrachtenden angesammelt haben.
Die Zeile stammt aus dem ersten selbstgeschriebenen Lied von Bob Dylan. In „Song to Woody“ besingt Dylan den Folksänger Woody Guthrie und all die guten Menschen, die Guthrie auf seinen Reisen durch die USA begleitet haben. Ich habe mir die Zeile geliehen und ihr einen anderen Sinn gegeben.

Grenzen schützen II, 30 x 70 Zentimeter, Aquarell, Acryl, Kohle, Bleistift auf Papier


Man müsse „die Grenzen schützen“ ist ein Euphemismus, der in der Politik häufig benutzt wird. Diese beschönigende Formulierung klingt fast so, als sei die Grenze eine bedrohte Art, die vor dem Aussterben bewahrt werden muss. Mit „Grenzen schützen“ ist „Menschen abweisen“ gemeint. Wie das aussieht, zeigt dieses Bild.
Der braune Vorhang, 60 x 60 Zentimeter, Aquarell und Acryl auf Fotografie auf Papier


Im August 1933 malte Wassily Kandinsky das Gemälde „Entwicklung in Braun“. Es war das letzte Werk vor seiner Flucht vor den Nazis. Heute erleben wir wieder eine „Entwicklung in Braun“. Wir müssen verhindern, dass sich „Der braune Vorhang“ vor der Gesellschaft schließt.
Zusammenstehen, 50 x 70 Zentimeter, Fotografie
Das Höhlengleichnis, 60 x 40 Zentimeter, Fotografie
Eiseskälte, 120 x 80 Zentimeter, Fotografie